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Hautflecken sind nicht gleich Hautflecken. Sind sie pigmentiert, kann es sich um Altersflecken, Muttermale, Sommersprossen oder auch um andere, seltener auftretende Pigmentierungen handeln.

Viele Menschen haben seit Geburt oder entwickeln im Laufe Ihres Lebens pigmentierte (braune) Flecken an der Haut, die gesundheitlich bedenklich oder völlig harmlos sein können und dann ggfs. nur kosmetisch stören. Die Ursachen ihrer Entstehung sind sehr unterschiedlich und jeder Pigmentfleck, der nicht durch äußere Einwirkung (z.B. Tattoo oder nach Abheilung einer Verbrennung) entsteht, sondern der schon immer da war oder scheinbar aus sich heraus von ganz alleine an der Haut entstanden ist, sollte beurteilt werden.

Altersflecken entstehen ab dem 35. – 40. Lebensjahr an Stellen, die über Jahre dem Sonnenlicht ausgesetzt wurden. Sie treten daher besonders häufig im Gesicht, an Handrücken, Unterarmstreckseiten sowie im Dekolleté auf. Sie sind den Alterswarzen, die leicht erhaben sind, ähnlich, bleiben im Gegensatz zu diesen jedoch zeitlebens flach. Im Gegensatz zur biologischen (endogenen bzw. intrinsischen) Hautalterung sind Altersflecken ein typisches Phänomen der sonnenlichtbedingten (exogenen bzw. extrinsischen) Hautalterung und Ausdruck einer unregelmäßigen Pigmentverteilung in den Deckzellen der Oberhaut. Das heißt, dass Altersflecken nicht – wie die weiter unten beschriebenen Leberflecken bzw. pigmentierten Muttermale –auf einer Vermehrung von Pigmentzellen beruhen. Altersflecken sind immer gutartig und bleiben immer gutartig, d.h. Entartungen hin zu bösartigen Hautveränderungen können bei Altersflecken nicht vorkommen. Sie haben mit Muttermalen (Leberflecken, melanozytären Nävi) nichts gemein.

Fazit: Leberflecken bzw. pigmentierte Muttermale sind in der Regel harmlos, müssen aber in regelmäßigen Abständen kontrolliert und bei Auffälligkeiten oder Veränderungen herausgeschnitten und im Labor untersucht werden.

Üblicherweise liegen Pigmentzellen (Melanozyten) isoliert und für sich allein an der Grenze zwischen Oberhaut und Lederhaut. Sie stellen Pigment (Melanin) her und geben dies an die Deckzellen der Oberhaut ab, die damit ihre empfindlichen Zellkerne vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne schützen können. Muttermale (Leberflecken, melanozytäre Nävi), sind meist braun oder braun-rötlich pigmentiert (seltener auch hautfarben) und kommen dadurch zustande, dass Pigmentzellen (Melanozyten) nicht einzeln, sondern dicht an dicht in Gruppen in der Haut liegen. Man unterscheidet angeborene von erworbenen Leberflecken.

Fazit: Leberflecken bzw. pigmentierte Muttermale sind in der Regel harmlos, müssen aber in regelmäßigen Abständen kontrolliert und bei Auffälligkeiten oder Veränderungen herausgeschnitten und im Labor untersucht werden.

Sommersprossen sind genetisch bedingte fleck- bzw. punktförmige braun oder rotbraune Pigmentierungen der Haut, die dem Sonnenlicht zugewandt ist. Sie treten meist bei jüngeren Menschen auf, die zu einer blond-rötlichen Haar- und Hautfarbe tendieren, sind völlig harmlos und können nicht entarten. Eine Therapie ist mit den derzeitig zur Verfügung stehenden Möglichkeiten schwierig und sollte daher unterbleiben. Sommersprossen stellen aus Sicht der meisten Menschen individuelle Schönheitsattribute der Jugendlichkeit bei sonnenlichtempfindlichen Menschen dar. Interessant ist, dass Betroffene trotzdem relativ oft darunter leiden. Selbstverständlich können sie in solchen Fällen exzellent weggeschminkt werden.

Fazit: Sommersprossen können nicht gut behandelt werden und sollten daher toleriert werden.

Zusammenfassung:

Pigmentflecken
sind nicht
gleich Pigmentflecken
und müssen im
Zweifel immer
dermatologisch beurteilt
werden.