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TROCKENE HAUT

Hintergründe - Ursachen - Behandlung

Die wichtigste Aufgabe unserer Haut ist es, zu verhindern, dass wertvolle Dinge (z. B. Körperflüssigkeiten und Elektrolyte) von innen nach außen verloren gehen und dass schädliche Dinge, z.B. Irritanzien oder Gifte, von außen nach innen eindringen. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, baut die Haut mit den ihr eigenen Bausteinen eine Barriere auf, die für einige Dinge durchlässig (z. B. Körperflüssigkeiten, die uns auf der Hautoberfläche als Schweiß kühlen) und für andere wiederum undurchlässig ist. Eine solche Barriere bezeichnet man als halbdurchlässig bzw. semipermeabel. Die Haut sorgt mit ihrer Barriere für den Zusammenhalt unseres Körpers und sichert dadurch unsere Integrität.

Da unser Körper überwiegend aus Wasser besteht und die Umwelt überwiegend aus mehr oder weniger trockener Luft, muss die Haut, die unseren Körper nach außen begrenzt bzw. abdichtet, diesen plötzlichen Feuchtigkeitssprung von ´feucht innen´ und ´trocken außen´ absichern, damit wir nicht im wahrsten Sinne des Wortes ´auslaufen´. Hierzu baut die Haut mehrere Zellschichten auf, die zu Beginn noch relativ feucht sind, d.h. einen hohen Wassergehalt haben, und die dann nach außen hin durch einen sinkenden Wassergehalt immer trockener werden. Ganz außen bzw. oben auf unserer Haut liegt dann die letzte Schicht, die Hornhaut (Stratum corneum), die aus abgestorbenen Hautzellen der Oberhaut (Epidermis) besteht. Diese lösen sich nach und nach und schilfern sich ab. Hierüber verliert die Haut täglich viele Millionen von Zellen, jede zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt, d.h. asynchron und ohne dass wir dies bemerken (Desquamatio insensibilis). Würden die oberen Hautzellen sich alle gleichzeitig, d.h. synchron, abschilfern, würde man dies durch ein Häutung - so wie z. B. bei Schlangen - bemerken (Desquamatio sensibilis).

Damit die beschriebene Barriere aus Hautzellen unterschiedlicher Entwicklungsstadien aufeinander getürmten Zellschichten zwar fest, aber dennoch nicht starr ist, sondern als die uns bekannte bewegliche, flexible und fein regulierte Haut funktionieren kann, ist sie so aufgebaut, dass sie fest und zugleich beweglich ist, was eine der wunderbarsten Errungenschaften der Evolutionsbiologie ist. Um dies abbilden zu können, muss die Barriere den Feuchtigkeitssprung zwischen feucht (innen) und trocken (außen) reibungslos organisieren. 

Die Haut muss in dieser äußersten Schicht trocken, aber nicht zu trocken sein, da sie sonst an Beweglichkeit verlieren und rissig werden würde, und Risse die Barriere
(1) zerstören und
(2) schmerzhaft sind, da sie kleine Wunden darstellen, die zudem schlecht heilen.

Außerdem bilden sich auf einer zu trockenen Haut gerne Entzündungen, sogenannte Austrocknungsekzeme (Exsikkationsekzeme), die
(1) gerne jucken (Juckreiz ist ein Phänomen der trockenen Haut), die sich
(2) unangenehm anfühlen und Missempfindungen verursachen (Dysästhesien), und die
(3) nicht selten von Keimen besiedelt werden, da Ekzeme häufig auch nässen und dadurch einen guten Nährboden für Keime bilden.

Trockene Haut wird begünstigt durch:
(1) genetische Veranlagungen (z. B. bei der Neurodermitis (atopisches Ekzem))
(2) geringe Talgdrüsenaktivität
(3) zunehmende Hautalterung
(4) falsche Pflege
(5) viel Wasserkontakt
(6) häufige Anwendungen von Reinigungsprodukten (enthalten sogenannte Tenside)
(7) trockene Innenluft (begünstigt durch schlecht gelüftete und überheizte Räume)
(8) trockene Außenluft (begünstigt z. B. durch Kälte)
(9) Sonnenexposition
(10) Wenig Flüssigkeitszufuhr (zu geringe Trinkmengen)
(11) Entzündungen (z. B. Ekzeme)

Die gesunde Haut schützt sich vor Austrocknung durch eine Verdichtung abgestorbener Zellen in der äußersten Schicht, die hier relativ fest zusammenkleben und mehr oder weniger kompakt sind (Hornhaut (Stratum corneum)). Wir haben an jeder Stelle unserer Haut eine Hornhaut, selbst an den Augenlidern. An bestimmten mechanisch belasteten Regionen wie den Handtellern und den Fußsohlen ist die Hornhaut besonders dick. Diese Hornhaut, die man sich wie eine Steinmauer vorstellen muss (die Steine sind die abgestorbenen Hautzellen (Korneozyten) und der Mörtel zwischen den Steinen repräsentiert die ganzen Substanzen und Moleküle, die die abgestorbenen Zellen noch eine Zeit lang zusammenhalten). Die Hornhaut stellt die eigentliche Barriere dar. Zusammen mit dem richtigen pH-Wert (leicht sauer), einem Gemisch aus Lipiden (Fetten (Ceramide, Freie Fettsäuren und Cholesterol)) sowie vielen kleinen wasserbindenden Molekülen (natürlicher Feuchthaltefaktor (natural moisturizing factor, NMF)) baut die Haut hier in ihrer äußersten Schicht, der Hornhaut, ein Gemisch aus Wasser und Lipiden (Fetten) auf, d.h. eine Hydro-Lipid-Emulsion. Wasser und Fette können sich normalerweise nur in Anwesenheit von Emulgatoren miteinander verbinden. Auch hier hat die Evolutionsbiologie etwas Wunderbares vollbracht, sie hat nämlich den Fetten der Haut ermöglicht, Wasser zu binden. Das heißt, die Fette der Haut haben selbst eine gewisse Emulgatorwirkung. Dies erklärt, dass eine fette (ölige) Haut meist auch feucht ist und dass eine fettarme Haut meist auch trocken ist.

Leidet man an einer trockenen Haut, aus was für Gründen auch immer (siehe oben), sollten sowohl Lipide (Fette), als auch Wasser zugeführt werden. Dies gelingt am besten durch Wasser-in-Öl-Emulsionen, d.h. relativ fetthaltige Cremes, die einen Salbencharakter haben, sprich viel Fett und wenig Wasser enthalten (eine echte Salbe im pharmazeutischen Sinne ist wasserfrei). Sogenannte Öl-in-Wasser-Emulsionen (Cremes mit geringem Fett- aber hohem Wassergehalt) sind bei wirklich trockener Haut zwar weniger geeignet, aber dennoch besser als gar keine Pflege.

Eine trockene Haut sollte regelmäßig mit Emulsionen gepflegt werden. Die Vorstellungen, wie hoch der Fettgehalt einer pflegenden Emulsion sein sollte, variieren erheblich. Einige bestehen auf eine sehr fettreiche Pflege, andere bevorzugen eine etwas leichtere bzw. weniger „schwere“ Pflege, d.h. einer Pflege, die weniger Fett und dafür mehr Wasser enthält. Wichtig ist, dass gepflegt wird. Eine nicht ganz ideale Pflege ist immer noch besser als gar keine Pflege. Trockene Haut sollte 2 x täglich eingecremt werden, wobei auch hier gilt, dass einmal besser als ´keinmal´ ist. Idealerweise wird die Haut nach dem Baden oder nach dem Duschen eingecremt. Die Hornhaut ist dann durch den Wasserkontakt voll mit Wasser gesättigt und diese Hydratisierung begünstigt die Aufnahme einer mehr oder weniger fetten Emulsion, die jetzt auch besser einziehen kann.

Wie trocken eine Haut ist, lässt sich mit einer sogenannten Corneometrie bestimmen. Das entsprechende Gerät wird auch als Corneometer bezeichnet.

Trockene Haut entsteht durch komplexe Zusammenhänge, die hier dargestellt wurden. Da trockene Haut häufig Sekundärprobleme provoziert (z. B. Juckreiz, Spannungsgefühl, Irritationen und ggf. auch Infekte) und Austrocknungsprozesse auch eine vorzeitige Alterung begünstigen, sollte trockene Haut grundsätzlich behandelt werden.

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