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"Nano" ist zu einer Metapher für etwas besonders Kleines geworden und „Nano“ wird oft als körperschädlich eingestuft. Dass es viele Teilchen gibt, die wesentlich kleiner als „Nano“ sind, scheint niemanden zu stören. Das Wort „Nano“ genügt, um Misstrauen hervorzurufen.

Verbraucher*innen vermuten, dass Nanopartikel durch die Haut dringen, vom Blut aufgenommen werden, sich im Körper verteilen und Krankheiten verursachen. Mögliche Gründe hierfür sind mangelnde Kenntnisse über die geltenden Rechtsvorschriften oder Misstrauen gegenüber diesen und unklare Vorstellungen über das Verhalten von Nanopartikeln in Skin Care Produkten. Anhand von Sonnenschutzmitteln, wo „Nano“ eine große Rolle spielt, soll „Nano“ daher bewertet werden. Eine falsche Einschätzung von Risiken und Gefahren soll so verhindert werden.

Um es gleich vorweg zu sagen: nanoparticles cannot penetrate the skin. Hierfür sind sie viel zu groß. Die Verwendung von Nanopartikeln auf der Haut ist zudem aus Gründen eines sehr hohen Verbraucherschutzes sehr streng reguliert und für Erwachsene, Kinder sowie insbesondere auch für Schwangere unbedenklich (1).

(1) Surber C et al, Nano ist groß! Fakten und Mythen über UV-Filter, Hautarzt 2022

Nano (Größenordnung von einem Milliardstel Meter) entstand im Zusammenhang mit den physikalisch/anorganischen bzw. mineralischen Filtern also durch eine Verkleinerung der Partikelgröße.

Seit den 1950er-Jahren sind physikalische/anorganische UV-Schutzfilter mit mikronisiertem Titandioxid (TiO2) und Zinkoxid (ZnO) erhältlich. Dies Filter werden oft auch als mineralische Filter bezeichnet

Wirkung: Sie reflektieren oder streuen die UV-Strahlen.

Ihre kosmetische Akzeptanz blieb jedoch beschränkt, da sie als weiße Paste auf der Haut zurückbleiben. Durch Verkleinerung dieser relativ großen Partikel (ab Mitte der 90er Jahre) in den Nanobereich unter 100 Nanometern (1 Nanometer ist ein Millionstel von einem Millimeter bzw. ein Milliardstel von einem Meter) wurde die optische Eigenschaft dieser Filter, sichtbares Licht zu reflektieren, verringert, was ihre kosmetische Akzeptanz verbesserte, da die jetzt deutlich kleineren Partikel auch deutlich weniger weißeln und die Schutzwirkung gegenüber UVB- und UVA-Strahlen sogar steigerten. 

A small soluble chemical sunscreen filter (much smaller than nano) thus acquires an additional physical/inorganic filter function through an enlargement into the nano range, since in this enlarged form it not only absorbs the UV rays, but also reflects or scatters them.

The conversion of a small soluble chemical filter into a nano-particle size therefore improves the power of the UV protective filter and thus also the skin protection from the sun. At the same time, this particle enlargement reduces the risk of penetration of the filters into the skin, which was also very unlikely with the previously used small chemical filters, but nevertheless higher due to the much smaller molecule or particle size.

In summary, the structure and barrier of the skin is ideally suited to prevent the relatively large, insoluble nanoparticles from penetrating and passing through the skin. For this purpose, the nano-particles (in contrast to small soluble molecules) are too large and the skin barrier is also too compact. Nanoparticulate UV filters are much larger than all soluble filters and cannot pass through the skin into the body.

The use of nano-sized filters in sunscreens has therefore increased not only the quality of sunscreen filters in recent years, but also their safety for human health. The demonisation of the term 'nano' lacks any rational basis.